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5. September - 22. November 2015

 
 
Das Als-ob-Prinzip.
Über ästhetische Manöver und Kategorien als ideologisches Konstrukt
 
     
  (kuratiert von Sabine Winkler mit Miriam Bajtala, Adriana Bustos, Sophie Dvořák, Mehmet Fahraci, Ellen Gallagher, Jan Peter Hammer, Ulrik Heltoft/Miljohn Ruperto, Antonia Hirsch, Liz Magic Laser, Adrian Melis, Rachel Reupke, Jonas Staal)  
     
  Eröffnung: Freitag 4. September, 19 Uhr  
     
 

Die Ausstellung befasst sich mit dem »So-tun-als-ob« und dem »So-sein-als-ob« in künstlerischen und gesellschaftspolitischen Systemen. Das Als-ob-Prinzip verweist auf die ungeklärte Zone zwischen Fiktivem und Realität und jene dazwischen befindlichen Möglichkeiten, die sowohl Kunst und Politik prägen als auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im ästhetischen Regime Jacques Rancières unterscheidet sich die Kunst von der Realität durch eine von den KünstlerInnen in Form des Als-ob konstruierten Differenz.
Das Als-ob-Prinzip wird einerseits als ideologische Strategie eingesetzt, um Wirklichkeit zu konstituieren und Zukunft zu kontrollieren, andererseits als ästhetisches Manöver, um in die Aufteilung des Sinnlichen und in ihre Umgestaltung einzugreifen. Die künstlerischen Arbeiten analysieren kategoriale Zuweisungs- und Festschreibungsmechanismen, um Zuordnungssysteme in Frage zu stellen.

 

 

 
 

Jonas Staal, Monument to Capital – Part II / Historicizing the Future: A Proposal, (Detail) 2013, Leuchtkasten 84 × 59 cm, Tonspur 3:58 min, Courtesy the artist