Die Video-Arbeiten von Anna Witt basieren auf Handlungen und konfrontieren den Betrachter mit Bildern. Sie zeigen performative Eingriffe im öffentlichen Raum. Manchmal ist es die Künstlerin selbst, die agiert, manchmal sind es fremde Personen. Mit unvoreingenommenem Interesse an ihrem Gegenüber schafft Anna Witt spielerische Situationen und ermöglicht gemeinschaftliche Interaktion. Witt beschreibt ihre grundlegende Methode so: „Ich stelle Personen einen Handlungsraum zur Verfügung, den sie selbst gestalten können.“ Vielfach werden diese physischen Handlungen durch Sprechakte der Mitspieler ergänzt. Nonverbale und verbale Artikulationen öffnen dann Denkräume für grundlegende Neudefinitionen unseres Zusammenlebens.
Neben dem Ausstellungsraum im Magazin4, wo sechs Arbeiten zu einem speziell für Bregenz entworfenen Display zusammengeführt werden, wird Anna Witt auch im Martinsturm eine neue für Bregenz entwickelte Arbeit präsentieren.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Kunsthalle Ravensburg und wird von Jörg van den Berg kuratiert. Sie markiert den Abschluss der dreijährigen Förderung der Künstlerin durch die Columbus Art Foundation.
Vier weitere Arbeiten von Anna Witt sind in der parallel zur Ausstellung stetig aufbegehren laufenden Gruppenausstellung politics. ich-ichs-wir mit Werken von Alexander Kluge, Barbara Köhler, Thomas Locher, Mark Lombardi, Jan J. Schoonhoven, Albrecht Tübke und eben Anna Witt in der Kunsthalle Ravensburg vom 7. März bis 13. Mai 2011 zu sehen. Eröffnung dieser Ausstellung: Sa 5. März 2011, 17.00 Uhr.
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