MAGAZIN4
   
 Aktuelle Ausstellung
 Archiv
 Publikationen
 Wir über uns

12. Juli - 31. August   Mathilde ter Heijne

 
 
Die Kollektivopferung in der Antike erweitert sich bei Mathilde ter Heijne zur individuellen Selbstaufopferung im zeitgenössischen Film

Mathilde, so heißt die tragische Heldin in Truffauts Film La Femme d`á Côte, (1980).
Der Film handelt von Mathildes Liebe zu einem älteren Mann, die tödlich endet: Aus Verzweiflung stürzt sie sich von einer Brücke. Mathilde, so nennen auch Jean-Claude Briseau in Noce Blanche, (1990) und Patrice Leconte in "Le Marie de la Coiffeuse", (1991) die weiblichen Hauptfiguren ihrer Filme.

Die Geschichten ähneln sich auffallend: Die Figuren mit dem gleichen Frauennamen zerbrechen an der Intensität ihrer Liebesbeziehungen. Bevor dieses Gefühl der ernüchternden Realität zum Opfer föllt, flüchten die Frauen in den Selbstmord. Mathilde ter Heijne nimmt diese Geschichten der Selbstaufopferung für eine Idee - eine utopische Idee von Liebe - zum Anlass für diese Arbeit. Kann das Schicksal etwa namensgebunden sein?
Originale Tonsequenzen aus den drei Filmen vermischt sie mit kurzen Videoszenen, in denen sie selbst die Rolle der tragischen Heldin übernimmt. Mit dem Einsatz einer Double-Puppe stellt Mathilde ter Heijne den eigenen tödlichen Sprung von der Brücke und den Kampf mit dem "alter ego" dar. Drehort des kleinen Dramas ist Amsterdam, ehemalige Wohn- und Arbeitsort der Künstlerin.

Zit. n. Heike Munder, Tragedy, Mathilde ter Heijne, migros museum für Gegenwartskunst, 2002




 
Biografie Mathilde ter Heijne

>back to love>>