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Das der Zeichnung immanente
Prinzip linearer, raum- und flächengreifender Bewegung
beschäftigt Heike Weber in verschiedenen Dimensionen und
Disziplinen. So entstehen gleichermaßen installative Raumarbeiten
in Gestalt expansiver, zeichnerischer Eingriffe, die sie unmittelbar
auf Wand und Boden vornimmt, wie auch Interventionen unter Verwendung
verschiedener Materialien (Teppichbodenschnitte, Verspannungen
aus Wäscheleine, Felder aus Klebepunkten), die den Räumen
partiell einverleibt werden. Gemeinsam ist ihnen ein hohes transformatorisches
Potenzial, das immer auch physisch wirksam wird, indem es die
gewohnten Parameter räumlicher Orientierung irritiert und
verändert. Das Prinzip der Raum-zeichnung hat sie des Weiteren
in Videoarbeiten aufgegriffen, wobei es sich stets um geloopte
Sequenzen alltäglicher Beobachtungen und Handlungsabläufe
handelt, deren zirkuläre Bewegung eigenen, nicht-funktionalen
Gesetzen zu folgen scheint. Ob mit Stift, Schnur, Skalpell oder
Kamera, ob als ornamentales Muster oder projizierte Figur: Die
Arbeiten Heike Webers lassen ein dezidiertes Interesse an Vorgängen
zeichnerischer Aneignung und Verwandlung erkennen, die stets
konkret an den Betrachter, seine eigene Bewegung und Perspektive
weitergereicht werden.
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Biografie
Heike Weber
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