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12. Juli - 31. August   Heike Weber

 
 
Das der Zeichnung immanente Prinzip linearer, raum- und flächengreifender Bewegung beschäftigt Heike Weber in verschiedenen Dimensionen und Disziplinen. So entstehen gleichermaßen installative Raumarbeiten in Gestalt expansiver, zeichnerischer Eingriffe, die sie unmittelbar auf Wand und Boden vornimmt, wie auch Interventionen unter Verwendung verschiedener Materialien (Teppichbodenschnitte, Verspannungen aus Wäscheleine, Felder aus Klebepunkten), die den Räumen partiell einverleibt werden. Gemeinsam ist ihnen ein hohes transformatorisches Potenzial, das immer auch physisch wirksam wird, indem es die gewohnten Parameter räumlicher Orientierung irritiert und verändert. Das Prinzip der Raum-zeichnung hat sie des Weiteren in Videoarbeiten aufgegriffen, wobei es sich stets um geloopte Sequenzen alltäglicher Beobachtungen und Handlungsabläufe handelt, deren zirkuläre Bewegung eigenen, nicht-funktionalen Gesetzen zu folgen scheint. Ob mit Stift, Schnur, Skalpell oder Kamera, ob als ornamentales Muster oder projizierte Figur: Die Arbeiten Heike Webers lassen ein dezidiertes Interesse an Vorgängen zeichnerischer Aneignung und Verwandlung erkennen, die stets konkret an den Betrachter, seine eigene Bewegung und Perspektive weitergereicht werden.


 
Biografie Heike Weber

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