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"En
el aire" (In der Luft)
Installation, 2003
Essenz aus Wasser, Leichenwaschwasser und Seife
6 Stück Seifenblasenmaschinen, Plastikvorhang
Aus Gründen der Hygiene und Sicherheit wurde dieses Wasser vor
der Aktion mit antibakteriellen Chemikalien versetzt
Eröffnung: 30. Mai 2003, 19.00 Uhr
Kuratiert von Wolfgang Fetz
Pressekonferenz: 30 Mai, 11 Uhr Magazin4
Im Ausstellungsraum des Magazin4 stehen sechs Seifenblasenmaschinen,
die pro Minute 14.400 Seifenblasen produzieren. "Die Blasen sind
Leichen: 14.400 Leichen pro Minute"
Die Blasen sind eine Mischung aus normalem Wasser und Seife, versetzt
mit Wasser, mit dem Leichen vor der Autopsie gereinigt worden sind.
Das Wasser stammt aus dem Leichenschauhaus von Mexico City, wo Teresa
Margolles regelmäßig künstlerische Projekte vorbereitet.
In Mexico City fließt das Waschwasser
vom Leichenschauhaus üblicherweise durch den Abwasserkanal
an den Stadtrand, von wo auch die meisten Toten stammen, die ins
Leichenschauhaus zur Identifizierung geliefert werden. Der zyklische
Aspekt, der sich hieraus ergibt, findet eine Erweiterung, wenn bedacht
wird, dass über die natürliche Verdunstung des Wassers
Miniaturteilchen der sterblichen Reste als Regen zu den Lebenden
zurückkommen können.
Jede Seifenblase in der Installation ist ein Körper, ein Mordopfer,
das fällt. Sie hinterlässt die Spur der Erinnerung an Leben
und Tod. Mit ihrer Arbeit weist sie auf die soziale, ökonomische und
politische Situation in ihrem Land Mexico sowie dem Großteil der südlichen
Hemisphäre hin. Die vergangene und aktuelle Situation, die
Gewalt und Brutalität des Alltags, in der legalen wie auch
in der illegalen Lebenswelt, fordern täglich unzählige
Opfer. Margolles hofft, durch die Präsentation ihrer Arbeit in der
westlichen Welt ein Bewusstein zur Situation zu schaffen, um rückwirkend in
ihrem eigenen Land die verantwortlichen Instanzen zu bewegen, die längst
notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein menschenwürdiges Dasein gewährleisten
zu können.
1 & 2 Teresa Margolles, Bregenz, 2003
Mariano Gaich, Marianne Greber, Judith Reichart
Courtesy
Galerie Peter Kilchmann, Zürich
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"Meine Arbeit ist wirklich hart. Sie schockiert. Aber solange
Verkommenheit,
Armut, Korruption und straffreier Mord existieren, werde ich das Konzept
meiner
Arbeit nicht ändern". (1)
Biografie Teresa Margolles
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