Der
New Yorker Künstler Brock Enright verdient sein Geld als
Kidnapper
Brocks Entführungsopfer sind zugleich die Auftraggeber.
Enright unterhält in New York eine Agentur für Entführungen
- die ausschließlich die Auftraggeber selber in Haft nimmt.
Das ist offenbar ein gutes Geschäft, denn es gab schon
etwa 30 Kunden, und weitere sieben Entführungen sind in
Vorbereitung. Die Sache kostet zwischen 1500 und 4000 Dollar,
je der Länge der Haftphase "und je nachdem, wie luxoriös
die Ausstattung ist". Was sind das für Auftraggeber?
"Adrenalin-Junkies", erläutert er, "Leute,
die einfach einen besonderen Kick suchen". Noch genauer
verrät er es aber nicht. Schutz der Privatsphäre,
sowas nimmt man im Kidnapping-Business offenbar wirklich ernst.
"Die meisten wollen anonym bleiben", sagt Brock. "Wir
haben Leute, die hier tagelang mit Drei-Gänge-Menüs
gefüttert werden wollen, alles vom Feinsten", erzählt
der Chef - doch die meisten sind in Wahrheit mehr aufs Quälen
aus. (Exzerpt aus: Kick im Fell, Thomas Fischermann, Die Zeit)
In Bregenz zeigt der Künstler die Installation Schooler,
2004. Schooler ist Teil des übergeordneten Projekts 3 Parts
to Defenestration, einer Serie von vierundzwanzig Installationen.
Schooler, 2004.
Installation, Mischtechnik/Installation, mixed media
Aus der Serie von 24 Installationen/From the series of 24 installations
3
Part to Defenestration