Auf
den ersten Blick erzählt Julian Hoeber´s Filmarbeit
Killing Friends die Geschichte eines Serienmörders, doch
der Film entwickelt sich zu einer Untersuchung, wie die Beziehungen
von Körper und Person von der Darstellung beeinflusst werden.
Das Projekt begann als Analyse der Beziehungspunkte zwischen
frühen Videoperformances, wie etwa die Arbeiten von Bruce
Nauman und Marina Abramovic, und US-amerikanischen Gore-Exploitation-Filmen
aus der gleichen Zeit. Obwohl das Video auf den ersten Blick
über den Tod zu handeln scheint, ist es vielmehr eine Untersuchung
in Bezug auf die Elemente, die man für eine Darstellung
des Todes braucht. In dieser Darstellung des Todes kann der
Körper als Skulpturmaterie benutzt werden, aber es ist
nicht bloß eine formalistische Spielerei. Es ist auch
ein Versuch, festzustellen, wie die Problematik der Beziehungen
von Körper und Person in der Darstellung entsteht.
Production Still (Claire), 2002. C-print, 34
x 44 cm
Courtesy Julian Hoeber und/and Blum & Poe Gallery, Los Angeles