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Öffnungszeiten: |
Palais Thurn & Taxis und MAGAZIN4
Di bis So jeweils 12.00 bis 19.00 Uhr |
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Doug Fishbone |
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Der Boden Israels
Eine kleine Menge aus Israel importierten Sandes in einer Umfassung, ein Objekt
zwischen Kindersandkasten und übertriebenem Reliquiar. Der Besucher soll
darin umherlaufen. Auf den ersten Blick ist das nicht mehr als eine für eine
Zeitlang ortsversetzte Oberfläche. Aber dieser Sandboden wirft doch eine Reihe
von Fragen auf. Was bedeutet es, ein bisschen Israel - von manchen als das
?Heilige Land" bezeichnet - mitten in Österreich auszustellen? Ist die jüdischchristliche
spirituelle Tradition, die hier von einem Stück Boden aus ihrem historischen
Herkunftsort in der Levante symbolisiert wird, wirklich noch bedeutsam
im zeitgenössischen europäischen Leben? Bleibt sie die moralische Grundlage
und der geistige Kompass für den westlichen Geist, oder ist das nur noch
Heuchelei - ein schaler, billiger Vorwand für Imperialismus, von den Kreuzzügen
über das britische Empire bis herauf zu den gegenwärtigen Kampfhandlungen im
Irak? Vielleicht ist diese Installation nur ein verwelktes Souvenir wie diese schäbigen
Halsbänder aus israelischem Boden, die an Touristen verkauft werden. Im
Licht des historischen Antisemitismus in Europa und insbesondere der österreichischen
NS-Geschichte kann ein Stück israelischer Boden unter den Füßen
vieles bedeuten. Dem Sand aus Israel wurde auch Sand aus den besetzten
Gebieten von Gaza und der Westbank beigesetzt. Man kann diese Sandkörner
unmöglich voneinander unterscheiden, das ist das permanente Dilemma des zionistischen
Projekts. Die Installation wird zuletzt wahrscheinlich im Abfallkübel
landen, was die Frage nach der Fähigkeit von Kunst aufwirft, wichtige aktuelle
Bezüge mit eigener, anhaltender Tiefgründigkeit zu verbinden, insbesondere
wenn es um großes menschliches Leid geht. Dann ist diese Installation vielleicht
von Anfang an zum Scheitern verdammt, ein Limbo zwischen Oberflächlichkeit
und Tiefe auf Grund eigener Fehldeutungen.
Ich präsentiere auch eine Skulptur mit dem Titel Thing in Itself (2002) und das
Video Towards a Common Understandig (2005).
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The Land of Israel
A small enclosure of sand imported from Israel, between a children's sandpit and
an exaggerated reliquary. The viewer is welcome to walk around inside. At first
glance, no more than a surface, temporarily displaced.Yet this sand points to a
range of questions. What does it mean to stage a bit of Israel--defined by some
as "Holy Land"--in the middle of Austria? Does the Judeo-Christian spiritual
tradition, symbolized by land from its historical birthplace in the Levant, mean
much in contemporary European life? Does it remain the moral foundation and
spiritual compass for Western man, or is it merely a hypocrisy--a shallow and
portable pretext for expansionism, from the Crusades and the Age of Empire,
down through the current hostilities in Iraq? Perhaps the installation is merely an
overblown souvenir, like the tacky necklaces made with soil from Israel and on
sale to tourists. In light of Europe's historical antagonism towards the Jews, and
Austria's Nazi history in particular, a patch of Israel underfoot could mean any
number of things. In addition to sand from Israel, there is sand from the Occupied
Territories of Gaza and the West Bank mixed in. It is impossible to point out
which bit is which, the intractable dilemma of the Zionist project. The installation
will eventually be swept into the bin, questioning the ability of art to address
important concerns with any lasting profundity of its own, especially issues
involving great human suffering. Perhaps then, it is doomed to failure from the
onset, a limbo between superficiality and depth, adrift in misconceptions of its own.
I am also exhibiting a sculptural object entitled Thing in Itself (2002), and a video
entitled Towards a Common Understandig (2005).
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