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Öffnungszeiten: |
Palais Thurn & Taxis und MAGAZIN4
Di bis So jeweils 12.00 bis 19.00 Uhr |
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Wolfe Lenkiewicz
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| Christ/Lamb, 2005,
244 x 244 cm |
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Grace, 2005,
244 x 244 cm |
Emblematische Psychose
Ich bin einen Vertrag mit der Malerei eingegangen, der besagt, dass ich sie nicht
kritisiere, sondern sie eher als einen illustrativen Führer benutze, der die absolute
Rebellion ihrer pikturalen Elemente präsentiert. Die Malerei ist noch mehr als die
Collage für diesen Zweck geeignet, weil sie die Umgestaltung ebenso erlaubt wie
das Nebeneinanderstellen, beides Techniken, die ich für Verbündete gegen das
herrschende Gesetz halte.
Ich habe einen Satz emblematischer Bilder ausgewählt, die alle eine Familienähnlichkeit
besitzen. Dann nehme ich diesen etablierten absoluten Satz, den ich als
inaugural betrachte, und kreiere in ihm eine Revolte. (Ein Prinzip, das der
Mathematiker Georg Cantor befolgte.) Die Wendung der Embleme gegen sich selbst
erzeugt die Revolte. Dieser Kannibalismus zerstört ihr logisches Familiengesetz, wie
Ugolino es mit seinen Söhnen tat. Das Resultat dieses ?Familienselbstmordes" ist ein
offener Raum, in dem beides, die ursprüngliche Bedeutung und das resultierende
ungehorsame, hybride Selbst bedacht werden kann. Aus diesem Raum der
Kontemplation entsteht der neue Wahnsinn. Er begründet sich selbst, bleibt beharrlich
außerhalb der Regeln seiner Klasse, verführt andere dazu, ihn logisch lesen zu
wollen, und umschließt sich eng mit neuen Begründungen.
Die Einführung von Bewusstheit in die Embleme irritiert und provoziert die
früheren Kodexe ihrer Ordnung und enthüllt einen Kampf oder zumindest eine
Spannung zwischen den Bedeutungen. Die unerklärbare und alogische Natur dieser
Bedeutung ist unfassbar nicht nur, weil es sich um etwas Neues handelt, sondern
weil es seinem normalen Gebrauch entzogen ist und wie im Wahnsinn in einem
anderen Teil des eigenen Skripts auftaucht. Dieses ungehorsame Skript, das eine
emblematische Psychose hervorruft, fällt aus der vorgegebenen Routine heraus
wie ein Soldat im falschen Schritt. Die Embleme werden dem Gesetz gegenüber
nonkonformistisch und ?brechen von der Figur des Wissens, das zur Figur der
Sklaverei wird ... das Gesetz des Todes " (Alain Badiou).
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Emblematic Psychosis
I have entered into a contract with painting, which is not to critique it, but rather
to use it as an illustrative guide, which presents absolute rebellion of its pictured
elements. Painting rather than collage is preferable in this instance as it allows for
the transformative as well as the juxtaposed, both of which I consider allies set
against any prevailing law.
I have chosen a set of emblematic images, each of which has a shared family
resemblance. I then take this established absolute set, which I see as inaugural, and
create within it a revolt. (A principle followed by the mathematician Georg
Cantor.) The turning upon itself of the emblems causes the revolt.This cannibalism
devours their logical familial law, as Ugolino did to his sons.The result of this 'family
suicide' is an open space to contemplate both the original meaning and its resulting
disobedient hybrid self. From this space of contemplation is founded the new folly.
It is self-founded, abiding outside the rules of its class, tempting others to read it
logically and let new foundations close around it like water.
The introduction of consciousness to the emblems irritates and provokes the former
codices of their order, revealing a struggle or tension between the meanings.The
inexplicable and illogical nature of this meaning is ungraspable not because of its
being new, but because it has retired from its normal use and, as if in a folly, taken
up a different part in its script. This disobedient script, which invokes emblematic
psychosis, breaks from the prevailing routine like a soldier marching out of time.
The emblems become nonconformist to the law and "break from the figure of
knowledge which becomes the figure of slavery...a law of death." (Alain Badiou).
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