Die Referenz auf E.A. Poes Erzählung The Fall of the House of Usher ist nicht zu übersehen: Simon Schubert plant für seine Ausstellung Haus Ascher im Magazin4 eine begehbare, aus
mehreren Räumen bestehende Installation, die aus der Beschäftigung
mit einem inzwischen zerstörten Haus aus dem 19. Jahrhundert
resultiert. Der Grundriss und das Interieur dieses Hauses
werden aufgegriffen und in Papier gefaltet rekonstruiert. Die
Wände und Decken der labyrinthisch anmutenden Räume bestehen
aus weißem Papier. Schubert bearbeitet das Material durch
filigrane Faltungen und lässt so Ornamente, Vertäfelungen und
komplexe architektonische Bilder entstehen. Die gefalteten Bilder
und Strukturen treten im Streiflicht hervor und sind erst im Spiel
von Licht und Schatten wahrnehmbar. Wie in einem Geisterkabinett
bewegt man sich durch sich wiederholende Muster und
mysteriöse Bilder. Sie suggerieren Gänge und Treppenhäuser,
wie man sie aus sogenannten haunted mansions kennt. Der
Blick verliert sich in einer Welt der permanenten Vervielfältigung,
Wiederholung, Kopierung. |